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Von: Aranita

<p>Zum Thema Diskussionskultur zwei Anmerkungen: Aus unserer Bundessatzung: "Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder werden geschlechtsneutral als Piraten bezeichnet." Ist es also "aggressives Stören" wenn manche unsere Satzung einfach ignorieren, herumgendern und von "Piratinnen" sprechen? Ist es nur ein Provozieren? Ist es mangelndes Wissen? Oder hat es doch etwas mit dem viel beschworenen "Sozialverhalten" zu tun?</p> <p>Ich denke, wenn manche nicht einmal in der Lage sind, die Inhalte der Bundessatzung zu akzeptieren, wie sollen wir dann die größeren Probleme der verschiedenen Weltanschauungen, Ideologien, Wünsche, politischen Ziele unter einen Hut bekommen? Für mich gehört zu einem respektvollen Umgang untereinander, dass man zumindest die Grundwerte der Piratenpartei, die in der Bundessatzung erarbeitet wurden, akzeptiert. Für mich ist das das Hauptproblem, aus dem folgt, dass auch demokratische Ergebnisse nicht akzeptiert werden, mehr noch, öffentlich dagegen gehetzt wird.</p> <p>Für den einen sind "aggressive Störer" diejenigen, die sich nicht an unsere Satzung halten wollen. Andere haben wieder eine andere Einschätzung. Für mich gilt: Solange wir uns nicht einmal auf den geringsten gemeinsamen Nenner, unsere Satzung, einigen können, so lange brauchen wir nicht über politische Streitkultur zu diskutieren. Denn dann machen wir den fünften Schritt vor dem ersten - und das muss schief gehen.</p> <p>Die zweite Anmerkung bzw. das zweite für mich wichtige Thema ist die Tatsache, dass wir eine Partei sind, die auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands steht. Wir sind keine NGO. Viele scheinen das zu vergessen. Klar können Mitglieder der Piratenpartei versuchen, Forderungen verschiedener NGOs in die Partei zu tragen. Dann aber bitte mit Anträgen, Abstimmungen und Akzeptieren der Mehrheitsmeinung. Wobei ich von meiner Weltanschauung her eine Mehrheitsdiktatur ablehne und einen wie auch immer gearteten Minderheitenschutz bevorzuge - aber so lange wir nicht explizit einen wie auch immer gearteten Minderheitenschutz definiert haben, so lange muss ich diesen meinen Wunsch eben zurückstellen und mich der Diktatur der Mehrheit unterwerfen. Das scheint manchen Gruppen nicht möglich zu sein und damit sind wir wieder bei meinem ersten Punkt, der Wurzel allen Übels, das Agieren gegen unsere Satzung.</p>

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